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Aktion „Saubere Stadt“ gestartet

Ihre Müllausbeute sammeln die Schüler in großen Müllsäcken.
Ihre Müllausbeute sammeln die Schüler in großen Müllsäcken.

Doch bevor es losgeht und die Schüler endlich auf ihre Putztour gehen können, werden sie erst einmal von Knut Zeitsmann, Mitarbeiter der Technischen Betriebe der Stadt Rastatt und Organisator der Aktion „Saubere Stadt“, ausgerüstet: mit Handschuhen, Zangen, Mülleimern und Mülltüten. „Die Schüler sind richtig stolz auf ihre professionelle Ausrüstung“, berichtet Ingrid Schmall, Schulleiterin der Carl-Schurz-Schule. Nicht nur Ausrüstung gibt es für die Schüler, sondern auch ein leckeres Vesper zur Stärkung vor dem Putzen – und eine Freikarte für Rastatts Bäder zur Belohnung nach dem Putzen. Die spendieren seit Beginn der Aktion, also zum mittlerweile 14. Mal, die Stadtwerke Rastatt. „Wir unterstützen die Aktion sehr gerne, denn die Kinder erfahren nicht nur theoretisch etwas über Umweltschutz. Vielmehr lernen sie ganz praktisch bei ihrem Putzrundgang, dass unsere Umwelt Pflege und Hinwendung braucht und so entwickeln sie ein Verständnis für die eigene Umwelt. Schließlich haben wir nur eine, und die ist wichtig!“, betont der Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt, Olaf Kaspryk. „Je früher man da ansetzt, desto besser“, findet er. Und Brigitte Majer, Fachbereichsleiterin der Technischen Betriebe, ergänzt: „Die Kinder sehen nicht nur, dass der Müll auf dem Spielplatz, den Gehwegen und sogar in den Büschen scheußlich aussieht. Er kann auch großen Schaden anrichten und beispielsweise Tiere verletzten. So etwas ist natürlich besonders einprägsam bei den jungen Putzhelfern.“

Zumindest beim Putzgang der Klasse 4b ist die Müllausbeute in diesem Jahr eher mager. Die Schüler finden vor allem viele Zigarettenstummel, aber auch ein paar Plastikbecher und Verpackungen. „Die Stadt ist viel zu sauber“, befindet der neunjährige Andrej mit einem verschmitzten Lächeln. Dem kann seine Klassenlehrerin Sabine Gafranek nicht ganz zustimmen und glaubt eher an den positiven Effekt der Aktion „Saubere Stadt“ und an den Wunsch der Bürger, ihren Wohnort sauber zu halten. Und Brigitte Majer freut sich vor allem, dass die Schüler kaum weggeworfenes Glas vorgefunden haben. Ob sich da ein Trend ablesen lässt, kann sie noch nicht sagen. Der Frühjahrsputz in der Barockstadt geht schließlich noch bis Samstag, 8. April. Für die Klasse 4b war es die letzte gemeinsame „Aktion Saubere Stadt“ – zumindest in dieser Zusammensetzung. Richtig schade findet das zum Beispiel Colin, der am liebsten mehrmals im Jahr mit seinen Klassenkameraden auf Putztour gehen würde. Zum Glück ist aber nach der Grundschule nicht Schluss mit Putzen, denn selbstverständlich machen auch die weiterführenden Schulen mit beim großen Reinemachen: Insgesamt sind in diesem Jahr 14 Schulen mit 75 Schulklassen, 16 Vereine, 40 engagierte Einzelpersonen und eine Firma mit 15 Mitarbeitern mit von der Partie – und sie sind auch 2018 wieder herzlich eingeladen, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen bei der Aktion „Saubere Stadt“.

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