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Ottersdorf

Rastatter Trinkwasser

Wasserwerk Rauental vorsorglich außer Betrieb

Sie versorgen die rund 8.000 Menschen in Rauental und das Gewerbe- und Industriegebiet jetzt durch Umschaltungen über ihr Wasserwerk Ottersdorf. Ursache für diese Vorsichtsmaßnahme sind perfluorierte Chemikalien – sogenannte PFC – im Grundwasser, das in Rauental gefördert wird. Die Konzentration dieser PFC liegt nach wie vor im erlaubten Bereich; das Wasserwerk Rauental förderte bis zur vorübergehenden Außerbetriebnahme gesundes Trinkwasser in guter Qualität. Die Stadtwerke Rastatt haben das Landratsamt und Gesundheitsamt von ihrer Entscheidung informiert. Sie sprechen das weitere Vorgehen gemeinsam ab, auch die Suche nach dem Verursacher. Als nächster Schritt wird genauer untersucht, aus welcher Richtung das PFC eingetragen wird.

Vorsorgliche Schutzmaßnahme

Trinkwasser gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Regelmäßig wird es auf Mikroben, Nitrate, Mineralien und Pflanzenschutzmittelrückstände kontrolliert. Die Untersuchung auf PFC ist nicht vorgeschrieben. Dass die Stadtwerke Rastatt das PFC festgestellt haben, geht auf eine Analyse aller Parameter im Frühjahr 2012 zurück. Das Unternehmen wollte damals alle Stoffe identifizieren, die das geförderte Grundwasser enthält; das diente als Basis für die Planung weiterer Projekte. "Dabei haben wir in Rauental Spuren von PFC festgestellt", teilte Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt mit. "Da dieser Stoff nicht unproblematisch ist, beproben wir dort das Grundwasser seither in regelmäßigen Abständen auf PFC. Der Wert ist angestiegen. Das ist für mich Grund genug, schon vor Erreichen des Leitwerts das Wasserwerk außer Betrieb zu nehmen." Gesundheits und Landratsamt haben die vorsorglichen Schutzmaßnahmen begrüßt. Der Leitwert liegt in Deutschland bei 0,3 Mikrogramm pro Liter; in Rauental haben die Stadtwerke Rastatt zuletzt 0,25 Mikrogramm pro Liter gemessen.

Alle Bewohner Rastatts werden weiterhin durchgehend mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt.

Verursacher noch unbekannt

Woher das PFC in den Wasserfassungen des Wasserwerks Rauental kommt, ist noch unbekannt. Die Stadtwerke Rastatt recherchieren in alle Richtungen. PFC werden beispielsweise zu wasser-, schmutz- und fettabweisenden Ausrüstungen von Teppichen sowie von Leder- und Outdoorbekleidung verwendet. Auch in vielen Löschschäumen ist PFC enthalten. Theoretisch denkbar wäre also beispielsweise, dass es sich bei den PFC im Grundwasser um Rückstände von Löschschaum handelt, der vor einigen Jahren bei einem Brand im Einsatz war.

Perfluorierte Chemikalien (PFC) gelten als langlebige organische Schadstoffe, weil sie in der Natur nicht abgebaut werden. Über die Nahrungskette können die Verbindungen in den menschlichen Organismus gelangen. Sie weisen eine hohe Verweildauer im Blut und in der Muttermilch auf.

AKTUELLES 

08.06.2018

Wasserwerk Rauental: Aufstieg in eine neue Liga

Feierliche Inbetriebnahme nach Modernisierung – effiziente PFC-Filtertechnik – wieder volle Redundanz der Trinkwasserversorgung

Näher geht nicht
Stadtwerke Rastatt

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