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Was ist PFC und wo kommt es vor?

PFC sind langlebige organische Schadstoffe, die nur schwer in der Natur abgebaut werden. Unter dem Begriff  PFC werden perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien zusammengefasst. Die PFC werden vielfältig eingesetzt und weisen Wasser, Fett und Schmutz ab. PFC stecken deshalb in Hunderten von Produkten wie Outdoorjacken, beschichteten Pfannen, Kaffeebechern, Pizzakartons, Putzmitteln oder Imprägniersprays.

Die Stoffgruppe der PFC umfasst mehr als 800 Stoffe. Bislang gibt es weder biotische Prozesse (Bakterien) noch abiotische Prozesse (Wasser, Luft, Licht), die zum Abbau von PFC beitragen. Somit können PFC auch nicht in Kläranlagen abgebaut werden.

Ein wenig Chemie zum Verständnis

PFC kommen in der Natur nicht vor, sie werden durch den Menschen geschaffen. Die bekanntesten PFC sind die Perfluoroktansäure (PFOA) und die Perfluoroktansulfonsäure (PFOS), die fluor-chemische Unternehmen schon seit über 50 Jahren herstellen.

Chemisch gesehen bestehen PFC aus Kohlenstoffketten verschiedener Längen, bei denen die Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind. Die Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor ist so stabil, dass sie sich nur unter hohem Energieaufwand löst. Deshalb sind viele PFC in der Umwelt kaum oder gar nicht abbaubar.

PFOA und PFOS bleiben – sobald sie aufgenommen werden – für mehrere Jahre im menschlichen Organismus, besonders im Blut. Die Aufnahme geschieht vor allem über die Nahrung und Luft, in Einzelfällen auch über das Trinkwasser.

PFC können über Nahrungsmittel, Wasser oder Luft in den Körper von Mensch und Tier gelangen. Dabei bleiben PFC vor allem im Blut und in der Muttermilch nachweisbar.

Wo findet man PFC?

Diese schwer abbaubare Tenside kommen z.B. vor:

  • in der Papier- und Farbenindustrie
  • bei wasser- und fettabweisenden Oberflächen von Teppichen, Pfannen und Outdoor-Bekleidung
  • in Pizzakartons oder Pappbechern
  • in Skiwachsen
  • in Sportbällen
  • in vielen Löschschäumen.

Wie sind die aktuellen Messwerte?

Wir entnehmen Wasserproben und lassen diese vom DVGW - Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe - prüfen. Die Wasseranalyse werden von den Sachverständigen, Dipl.-Geol. J. Kiefer und von Dipl.-Ing. Thomas Ball (Grundwasser und Boden, TZW, DVGW-Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe), ausgewertet.

Die Probenahmezyklen sind unterschiedlich, deshalb unterscheiden sich die Daten:

  • Im Wasserschutzgebiet Rauental werden die Brunnen einmal im Monat und die Vorfeldmesstellen einmal im Quartal beprobt.
  • Im Wasserschutzgebiet Ottersdorf werden die Brunnen alle 8 Wochen und die Vorfeldmesstellen einmal im Quartal beprobt.

Die Prüfberichte können Sie hier einsehen.

Wasseruntersuchungen bei Brunnen und Netzwasser

Wasseruntersuchungen bei den Vorfeldmessstellen

Wasseruntersuchungen im Wasserschutzgebiet Niederbühl

Kleine Hilfe zum Verständnis der Ergebnisse

In unserem Wasser werden zurzeit folgende perfluorierten Substanzen untersucht:

Perfluorierte Verbindungen PFC Sorte
Perfluorbutanoat (PFBA) kurzkettig
Perfluorpentanoat (PFPA) kurzkettig
Perfluorhexanoat (PFHxA) kurzkettig
Perfluorheptanoat (PFHpA) kurzkettig
Perfluoroctanoat (PFOA) langkettig
Perfluornonanoat (PFNA) langkettig
Perfluordecanoat (PFDA) langkettig
Perfluorundecanoat (PFUnA)* langkettig
Perfluordodecanoat (PFDoA)* langkettig
Perfluorbutansulfonat (PFBS) kurzkettig
Perfluorpentansulfonat (PFPeS) kurzkettig
Perfluorhexansulfonat (PFHxS) langkettig
Perfluorheptansulfonat (PFHpS) langkettig
Perfluoroctansulfonat (PFOS) langkettig
Perfluordecansulfonat (PFDS)* langkettig
Perfluoroctansulfonsäureamid (PFOSA)* langkettig
7H-Dodecafluorheptanoat (HPFHpA)* langkettig
2H,2H-Perfluordecanoat (H2PFDA)* langkettig
2H,2H,3H,3H-Perfluorundecanoat (H4PFUnA)* langkettig
1H,1H,2H,2H-Perfluoroctansulfonat (H4PFOS) langkettig

 

* nicht toxikologisch bewertet

Man kann zwischen langkettigen und kurzkettigen PFC unterscheiden.

Die Bioakumulation und Toxizität nehmen mit der Moleküllänge zu, das heißt:
langkettige PFC zeichnen sich durch eine hohe Bioakumulation und Toxizität aus, sie lassen sich jedoch besser adsorbieren.

Obwohl diese beiden Substanzen mittlerweile gut untersucht sind, existiert bislang kein gesetzlicher Grenzwert für Trinkwasser und daher spricht man von Leitwerten.

Quelle:
Umweltbundesamt

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