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Azubi mit 40+

Es ist nie zu spät für einen beruflichen NEUSTART. In der Lebensmitte macht Sandra Kölmel eine AUSBILDUNG zur Fachangestellten für Bäderbetriebe.

 

Azubi mit 40+

Es war ein Sprung ins kalte Wasser, den Sandra Kölmel vor knapp drei Jahren gewagt hat – in doppelter Hinsicht. Zum einen, weil es ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe mit sich bringt, dass sie regelmäßig eintaucht in das kühle Nass. Vor allem aber, weil sie mit 40 Jahren gewagt hat, den gewohnten Joballtag hinter sich zu lassen.

Was hat Sie dazu bewegt, sich beruflich neu zu orientieren?

Vor rund drei Jahren wollte ich einiges in meinem Leben umgestalten. Bis dahin habe ich in unserem kleinen Familienbetrieb gearbeitet. Neben dem Ein- und Verkauf sowie der Buchhaltung hab ich mich um unsere beiden Töchter gekümmert. Viel Zeit – zum Beispiel für Sport – gab es nicht, sodass ich stark übergewichtig war. Das wollte ich unbedingt ändern, indem ich meinen Tagesablauf sportlicher gestaltete. An einen Berufswechsel habe ich erst gar nicht gedacht. Mir war nicht klar, dass dies in meinem Alter noch möglich ist.

Wie kam es dann, dass Sie sich jetzt zur Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden lassen?

Irgendwann hatte ich doch die Idee, einen neuen Job mit mehr Bewegung zu ergreifen. Deshalb habe ich mich über alle Berufe informiert, in denen es noch freie Ausbildungsplätze gab. Von einem „Bademeister“ – wie Fachangestellte für Bäderbetriebe oft genannt werden – hatte ich bis dahin eine völlig falsche Vorstellung: Wir stehen nicht nur am Beckenrand und passen auf die Schwimmer auf. Unser Berufsbild ist sehr vielseitig und alles andere als langweilig: Technisches Wissen und handwerkliches Geschick sind gefragt. Wichtig ist, dass wir gut mit Menschen umgehen können. Auch Sport spielt eine große Rolle in dem Job. Deswegen habe ich mich dafür entschieden.

Wie sieht Ihr Ausbildungs-Alltag bei den Rastatter Bädern aus?

Kein Tag ist wie der andere. Anfangs lernt man durchs Zuschauen, später darf man vieles selber machen. Durch die Schichtarbeit wechseln sich die Abläufe immer wieder ab. Routinemäßig machen wir Kontrollgänge, entnehmen Wasserproben, reinigen die Becken und erledigen auch Büroarbeiten. Außerdem führen wir Reparaturen aus und warten die technischen Anlagen. Große Verantwortung tragen wir bei der Schwimmaufsicht. Da ist volle Konzentration gefragt – auch wenn es hoch her geht. Um die Sicherheit unserer Badegäste zu garantieren, lernen wir, Leben zu retten. Besonders viel Spaß macht es mir, wenn ich Kurse gebe, wie zum Beispiel Wassergymnastik, oder Saunaaufgüsse mache.

Wie war es, nach langer Zeit wieder die Schulbank zu drücken?

Vor dem ersten Schultag war mir schon mulmig. Chemie und Mathematik – die beiden Schwerpunktfächer in dieser Ausbildung – waren noch nie meine Stärken. Außerdem hat es sich komisch angefühlt, dass ich die Mutter der meisten meiner Mitschüler sein könnte. Aber das hat sich gelegt. Im Laufe der Ausbildung hat sich meine Lebenserfahrung sogar zu einem Vorteil entwickelt. Im Gegensatz zu früher weiß ich heute, wofür ich lerne. Denn ich habe ein klares Ziel vor Augen.

Was sagen denn Ihre Azubi-Kollegen dazu, eine Mitstreiterin zu haben, die mitten im Leben steht?

Die meisten finden es mutig, dass ich den Quereinstieg gewagt habe; andere können es weniger nachvollziehen. Damit kann ich umgehen. Noch dazu bin ich nicht die einzige Ü40-Auszubildende in meiner Berufsschulklasse.

Was würden Sie anderen Quereinsteigern sagen, die sich für eine Ausbildung bei den Stadtwerken Rastatt interessieren?

Ich würde es wieder tun! Sich beruflich neu zu orientieren ist eine Chance, für die es keine Altersgrenze gibt. Entscheidend sind der Wille und die Bereitschaft zu lernen. Das hat mir auch die familiäre Stadtwerke-Gemeinschaft zurückgespielt. Hier fühlt man sich gut aufgehoben.

 

Ausbildung Bäderfachanstellte/r
Fachangestellte für Bäderbetriebe stehen nicht nur am Beckenrand

Faktencheck Ausbildung Fachangestellte/r Bäderbetriebe

• Ausbildungsdauer: 3 Jahre
• Bewerbungsfrist 2019: 30. September 2019
• Voraussetzung: guter Hauptschulabschluss und Interesse an den Fächern Mathematik, Sport, Bio und Chemie
• Wer passt: Alle , die sportlich und „wasserfest“ sind, handwerkliches Geschick mitbringen und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Außerdem sollte man einen kühlen Kopf bewahren, wenn es hoch hergeht.
Mehr Infos zu Ausbildungsleistungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und hilfreiche Bewerbungstipps gibt es hier.
 
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