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VERA setzt probeweise Elektrobus in Rastatt ein

Erstmalig und probeweise setzt die Verkehrsgesellschaft Rastatt (VERA) von Dienstag, 16. Oktober, bis Samstag, 27. Oktober, einen Elektrobus auf der Innenstadtlinie 239 in Rastatt ein. In der Probephase will die Verkehrsgesellschaft, die gerade ihre Verkehrsleistung für die kommenden zehn Jahre ausschreibt, praktische Erfahrungen mit dem Elektroantrieb sammeln. So gilt es, die Lade- und Batterietechnik zu testen und die Wahrnehmung der Fahrgäste und anderen Verkehrsteilnehmern abzufragen. Äußerlich unterscheidet sich das leise Gefährt kaum von „normalen“ Bussen. Pressevertreter konnten sich bereits am Montag, 15. Oktober, ein Bild vom Bus machen. Auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke stand „der Neue“ bereit – ein Elektrobus der Südwestdeutschen Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG), der während der Landesgartenschau in Lahr eingesetzt war. Die Nahverkehrsgesellschaft Mittelbaden Walz mbH (NVW), die den Stadtbusverkehr in Rastatt ins Rollen bringt, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SWEG.

Der Elektrobus hat 30 Sitzplätze und insgesamt Raum für 70 Fahrgäste. Sein großes Plus: er fährt geräuschlos und besonders umweltfreundlich, da er keine Emissionen ausstößt. Weiterhin bietet er WLAN, USB-Steckdosen, Neigetechnik, eine Rollstuhlrampe, eine Klimaanlage, eine Sondernutzungsfläche und einen TFT-Flachbildschirm zum Anzeigen des Fahrverlaufs.

Die beiden VERA-Geschäftsführer Olaf Kaspryk und Jürgen Matheis vor dem Elektrobus, der probeweise in den nächsten 14 Tagen die Innenstadtlinie bedienen wird.
Die beiden VERA-Geschäftsführer Olaf Kaspryk und Jürgen Matheis vor dem Elektrobus, der probeweise in den nächsten 14 Tagen die Innenstadtlinie bedienen wird.
Hier an der Ladestation im Betriebshof der Stadtwerke wird der Elektrobus über Nacht neue Energie auftanken.
Hier an der Ladestation im Betriebshof der Stadtwerke wird der Elektrobus über Nacht neue Energie auftanken.

Hört sich gut an! Dennoch sind die beiden VERA-Chefs Jürgen Matheis und Olaf Kaspryk, wie sie beim Pressetermin betonten, zunächst abwartend, was die dauerhafte Einführung von Elektrobussen betrifft. Zwar gebe es derzeit eine dynamische Entwicklung bei den Antriebstechniken der Fahrzeuge. Von einer Serienproduktion der Normalbusse mit Elektroantrieb sei der deutsche Markt jedoch noch entfernt; erst 2019 wollen deutsche Hersteller damit beginnen. Die Hersteller verweisen darauf, möglichst ausgereifte Fahrzeuge auf den Markt bringen zu wollen. Wichtig sei es auch, den Kunden für Wartung und Reparatur der Fahrzeuge bestens umgerüstete Werkstätten anbieten zu können. All dies sei noch nicht so weit und brauche Zeit.

Überhaupt, betonte Jürgen Matheis, sei die Elektromobilität als ganz neues System zu denken, bei dem sehr viel mehr in den Blick genommen werde müsse als das Fahrzeug an sich. Wesentliche Punkte seien die Ladeinfrastruktur und die Laufleistungen der Fahrzeuge mit Batterietechnik. Derzeit schaffen Elektrobusse bis zu 150 Kilometer am Tag, dann muss die Batterie wieder aufgeladen werden. Die Tagesfahrleistungen auf den Linien im Stadtbusverkehr Rastatt schwanken zwischen rund 130 Kilometern (Innenstadtlinie) und rund 600 Kilometern (Linie 231 nach Wintersdorf). Signifikant höhere Batteriekapazitäten sind erst nach 2020 zu erwarten. Finanzielle Konsequenzen: Ein Elektrobus kostet heute circa eine halbe Million Euro und ist damit etwa doppelt so teuer wie ein Normalbus mit neuester Dieselantriebstechnik.

All dies sind für die VERA gute Gründe, die Einführung von Elektrobussen bei der eigenen Fahrzeug-Flotte vorsichtig optimistisch anzugehen. Als kleiner Akteur, so formulierte es Jürgen Matheis, seien ausgereifte Lösungen mit kalkulierbaren Kosten das Gebot der Stunde. Olaf Kaspryk fügte hinzu: „Experimente können wir uns nicht leisten." Daher warte man zunächst die Serienreife der Busse und der Gesamtsysteme ab. So die jetzige Probephase gut läuft, sei der dauerhafte Einsatz eines Elektrobusses für die Innenstadtlinie jedoch erwägenswert.

Matheis und Kaspryk gehen im Übrigen davon aus, dass der Dieselbus noch lange Zeit das dominierende Fahrzeug im Linienbusverkehr sein wird. Alle elf Busse, die derzeit für die VERA im Einsatz sind, verfügen über die Euro-6-Norm und sind daher emissionsseitig auf dem bestmöglichen Stand.

Was heißt das für die gerade laufende Ausschreibung der Busverkehrsleistungen? Jürgen Matheis erläuterte, dass der Einsatz von Elektrobussen dort als Option angegeben sei. Das ermögliche dem Auftraggeber, entsprechende Fahrzeuge zu bestellen – oder umzubestellen.

Gespannt wartet man nun, wie sich der Elektrobus in seiner Probephase in Rastatt bewährt. Durchaus positiv sind die bisherigen Erfahrungen mit dem SWEG-Fahrzeug des polnischen Herstellers Solaris, das nach Lahr jetzt in Rastatt zum Einsatz kommt. Stephan Wisser, Leiter des SWEG-Fachbereichs Fahrzeugtechnik und Buswerkstätten: „Die Technik ist verlässlich und bereitet keine größeren Probleme. Auch die Geräusche von Fahrbetrieb und Klimaanlagen sind sehr leise. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von 150 Kilometern hat sich im Betrieb als zutreffend erwiesen, ist für einen flächendeckenden Einsatz von Elektrobussen allerdings noch zu klein."

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